01.04.2014 - 02.04.2014 | Rostock

Abschlusskonferenz: RADOST-Projekt zieht in Rostock Bilanz

Ergebnisse aus fünf Jahren Projektarbeit wurden am 1. und 2. April 2014 im Rostocker Rathaus vor über 110 Teilnehmern vorgestellt. Auf einer Abschlusskonferenz mit 115 Teilnehmern zog das RADOST-Projekt am 1. und 2. April 2014 in Rostock eine Bilanz seiner Forschungs- und Netzwerkarbeit. Wissenschaftler und Praxispartner würdigten den umsetzungs- und dialogorientierten Ansatz des Vorhabens.

 

 

 

 

Gerald Schernewski vom Institut für Ostseeforschung Warnemünde, Koordinator der naturwissenschaftlichen Forschungsarbeiten in RADOST, bezeichnete es als einen „Mythos“, dass Anwendungsnähe im Widerspruch zu dem Anspruch hochrangiger, international anerkannter Forschung stehe. Forschungsergebnisse würden gerade von den Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung auf Herz und Nieren geprüft und seien dann auch international gefragt. Im Verlauf des Projekts sei außerdem deutlich geworden, dass nicht langsame, schleichende Klimaveränderungen die größten Herausforderungen darstellen, sondern die mögliche Zunahme von Extremwetterereignissen.Der Rostocker Umweltsenator Holger Matthäus schilderte, wie Wetterextreme in den vergangenen Jahren die Bereitschaft erhöht haben, sich vorausschauend mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen.Dass schließlich ein Rahmenkonzept der Stadt Rostock zur Anpassung an den Klimawandel verabschiedet werden konnte, sei jedoch ebenso der Initiative Einzelner zu verdanken, da Klimaanpassung in keine etablierte Verwaltungszuständigkeit falle. Man war sich einig, dass RADOST einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hat, das regionale Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels zu schärfen.In Zukunft gelte es aber umso mehr, Anpassung nicht isoliert zu betrachten, sondern in konkreten Problemstellungen zu berücksichtigen. Auch von dem Thema Klimaschutz dürfe Anpassung nicht künstlich getrennt werden.

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 Stadtexkursion zu Beispielen hochwasserangepassten Bauens (Foto: D. Blobel)