nordwest2050 - Perspektiven für klimaangepasste Innovationsprozesse in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten

In nordwest2050 werden für die drei Wirtschaftssektoren Ernährung, Energie sowie Hafen und Logistik die Verletzlichkeiten durch den Klimawandel bestimmt und sogenannte "Roadmaps" der Klimaanpassung für die Modellregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten erarbeitet. Die Perspektive geht weit über die Projektlaufzeit von fünf Jahren hinaus und ist dem Projekttitel "nordwest2050 - Perspektiven für klimaangepasste Innovationsprozesse in der Modellregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten" zu entnehmen.

Ziele

Es soll nicht nur die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel, sondern auch die Lernfähigkeit verbessert werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Region zu erhöhen. Ein wesentliches Ziel des Projektes richtet sich auf das Verständnis und die Verbesserung der Strukturen und Prozesse in der noch jungen Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten Deutschlands. Im Vorhaben "nordwest2050" sollen zwei Arten von sogenannten "Roadmaps" zur Klimaanpassung erarbeitet werden:

1. Sektorale Roadmaps mit Innovationspfaden für die drei Wirtschaftssektoren Ernährung, Energie sowie Hafen und Logistik. Innerhalb der Sektoren werden die Verletzlichkeiten (Vulnerabilitäten) durch den Klimawandel bestimmt, Innovationschancen ermittelt und konkrete Innovationsvorhaben angestoßen. Dazu gehören beispielsweise klimarobuste Nahrungspflanzen, umweltschonende Kühl- und Klimatisierungstechnologien oder klimarobuste Stromnetze. Die sektoralen Roadmaps orientieren sich an der Projektlaufzeit von fünf Jahren.

2. Roadmap of Change: Ein langfristiger Fahrplan der Klimaanpassung für die gesamte Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten mit dem Zeithorizont 2050. Er baut auf den Erfahrungen und Ergebnissen aus den kurzfristigen Klimaanpassungsstrategien der Innovationspfade auf und bündelt deren Erkenntnisse mit Blick auf die Veränderungsnotwendigkeiten bis 2050.

Die Übertragbarkeit der Lösungsansätze soll durch eine enge Kooperation mit den Parallelprojekten im Förderprogramm sowie mit dem Center for Integrative Environmental Research (CIER) an der University of Maryland gesichert werden. Parallelen in den Fokussektoren Logistik/Hafenwirtschaft, verarbeitendes Gewerbe und Energiewirtschaft sowie den naturräumlichen Gegebenheiten ermöglichen den transatlantischen Vergleich der beiden Küstenregionen und geben Hinweise auf zukunftsfähige Gestaltungsoptionen beider Regionen im Umgang mit dem Klimawandel.


    Projektstruktur

    In einem ersten Schritt wird eine Vulnerabilitätsanalyse (Verletzlichkeitsuntersuchung) durchgeführt, um die Verletzlichkeiten in der Region und die Wirkungen des Klimawandels entlang der Wertschöpfungsketten zu ermitteln.
    In einem zweiten Schritt werden sämtliche Innovationspotenziale in der Region zur Bewältigung der Veränderungen erfasst und auf Mobilisierbarkeit geprüft.

    Zusammen mit Praxispartnern aus den jeweiligen Wirtschaftsclustern werden exemplarisch technische (z.B. solare Kühlsysteme, Low Exergy Solutions, resiliente Logistiksysteme, angepasste Anbau- und Verarbeitungsstrategien in der Ernährungswirtschaft) aber auch organisatorische und institutionelle Innovationspfade(regionales Klimafolgenmanagement, adaptive Governance, Risikokommunikation, Capacity Building)  entwickelt und beschritten. Der Prozess wird begleitet von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und der Kommunikation sowie des Monitorings und der Evaluation.


    Projekt-Konsortium


    Econtur gGmbH (Sustainability Center Bremen)

     

    Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.



    artec - Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen

    Centos - Oldenburg Center for Sustainable Economics and Management, Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg


    Hochschule Bremen
    BioConsult Schuchardt & Scholle GbR


    Zuständigkeiten

    Koordination nordwest2050:
    Dr. Ralph Baumheier, Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V. beim Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa

    Öffentlichkeitsarbeit und Geschäftsführung:
    Andreas Lieberum, Sustainability Center Bremen
    Matthias Kirk, Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten e.V.

    Monitoring and Evaluation
    Dr. Fritz Heidorn, Sustainability Center Bremen

    Klimafolgen und Vulnerabilitätsanalyse:
    Dr. Bastian Schuchardt, BioConsult

    Schwerpunkt Governance:
    Prof. Dr. Michael Flitner, artec, Universität Bremen
    Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, CENTOS, Universität Oldenburg

    Schwerpunkt Konsumverhalten/Gender:
    Prof. Dr. Ines Weller, artec, Universität Bremen

    Schwerpunkt Hafenwirtschaft/Logistik:
    Prof. Dr. Winfried Osthorst, Hochschule Bremen

    Schwerpunkt Ernährungswirtschaft:
    Prof. Dr. Reinhard Pfriem, Universität Oldenburg

    Schwerpunkt Energiewirtschaft:
    Prof. Dr. Arnim von Gleich, Universität Bremen

    Schwerpunkt Innovationspotenziale und betriebliche Klimaanpassungsstrategien
    Prof. Dr. Klaus Fichter, Universität Oldenburg

    Schwerpunkt Wertschöpfungsketten
    Prof. Dr. Martin Müller, Universität Oldenburg

    Sprecher Wissenschaft
    Prof. Dr. Arnim von Gleich, Universität Bremen
    Prof. Dr. Bernd Siebenhüner, CENTOS, Universität Oldenburg

    Verbundprojekt
    Dr. Ralph Baumheier

    Dokumente

    • Fact Sheet

      [PDF - 995,9 kB]

       (URL: http://www.klimzug.de/_media/Nordwest2050_druck.pdf)

    • Flyer

      [PDF - 1,32 MB]

       (URL: http://www.klimzug.de/_media/nordwest2050_Flyer.pdf)

    Ansprechpartner

    • Andreas Lieberum

      • Sustainability Center Bremen
      • Jakobistr. 20
      • 28195 Bremen
      • Telefonnummer: 0421 230011-13
      • Faxnummer: 0421 230011-18
      • E-Mail-Adresse: lieberum@econtur.de

    WEBSITE Nordwest2050

     

     
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