In der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten werden Hochwasser- und Starkregenereignisse aber auch Hitzeperioden in den nächsten 40 Jahren zunehmen. Ein guter Grund für Unternehmen, sich auf die Folgen des Kliawandels vorzubereiten.
Es wird im Cluster "Hafen & Logistik" des Verbundprojektes nordwest 2050 unter anderem untersucht, wie Speditionsunternehmen die Herausforderungen des Klimawandels einschätzen und ob sie sich bereits heute darauf vorbereiten. Erste Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen zwar sensibilisiert sind, aber keinen akuten Handlungsbedarf sehen. Klimaanpassungsmaßnahmen sind für viele Unternehmen in den nächsten Jahren noch nicht relevant. Gründe hierfür sind die - für die Branche typischen - kurzen Investitionszyklen von fünf bis maximal zehn Jahren, welche einen langfristigen und strategischen Anpassungsfahrplan verhindern. Darüber hinaus sind die Störereignisse für die Akteure noch nicht real existent, und der Bedarf an Anpassungsmaßnahmen wird vor allem im öffentlichen Bereich nund nicht bei Einzelunternhemen gesehen. Jedoch werden Frühwarnsysteme als vielversprechendes Instrument bewertet, mit dem die Leistungsfähigkeit von Infrastrukturen im Falle von Extremwettererignissen aufrechterhalten werden kann.
Gerade die Betreiber des Seehafens Brererhaven sehen in der Implementierun von Frühwarnsystemen eine Möglichkeit, Lkw-Staus aufgrund von Abfertigungsstopps bei Starkwinden oder Starkregenereignissen zu verhindern. Speditionen im direkten Einzugsgebiet des Hafens könnten vorzeitig informiert werden und ihre Lkws entsprechend zurückhalten. Die Einrichtung eines solchen Systems bedarf einer engen Kooperation zwischen den Betreibern, Spediteuren, Wetterdiensten und anderen staatlichen Institutionen. Daher will das Teilprojekt die Weichen für die Einrichtung eines Frühwarnsystems stellen.
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Foto: ecolo