Anpassungsmaßnahmen im Verkehr

Im Verbundprojekt KLIMZUG-Nordhessen stehen die Themen Mobilität und Verkehr (Personen- und Wirtschaftsverkehr) im Fokus von drei Teilprojekten. Hier ist für Nordhessen eine umfassende Vulnerabilitätsanalyse der Verkehrsinfrastruktur vorgenommen worden.

Darüber hinaus konnte für den Personenverkehr gezeigtwerden, dass vor allem mit klimawandelbedingten Verhaltensänderungengerechnet werden muss. Um einem Umstieg in gut klimatisierte Autos bei Hitze entgegenzuwirken, bedarf es insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr(ÖPNV) Klimaanpassungsmaßnahmen- etwa indem Haltestellen mit Sonnenschutz ausgestattet werden.
Ein weiteres Problem höherer Temperaturen stellt die steigende Immissionsbelastung von Luftschadstoffen (beispielsweise aufgrund geringerer Durchlüftung) dar. Daher wurden in einem weiteren Teilprojekt Maßnahmenuntersucht, die zur Emissionsminderung in der Innenstadt beitragen. Das kann durch den verstärkten Einsatz von Fahrradkurieren erreicht werden.
Die Wirtschaft ist auf gute Transportwege angewiesen. Daher ist auch das betriebliche Mobilitätsmanagement Gegenstand der Anpassungsforschung in Nordhessen. Unter anderem wurden Handlungsbedarfe aus Sicht der Wirtschaft aufgezeigt. Bei dem Austausch mit den betroffenenAkteuren, wurde auch die hohe Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft der Unternehmen deutlich. Einige der gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen sollen zügig umgesetzt werden. Das bezieht sich vor allemauf multimodale Lösungen, d. h. den Ausbau und die Verknüpfung von ÖPNV, Fahrradverkehr, Fahrgemeinschaften, Bike+Ride und Park+Ride. Bei dem Transfer von Forschungsergebnissen bildet ein "Klimaanpassungsmanager Mobilität" die Schnittstelle zwischenden Forschungsprojekten, Regionalmanagement und der Mobilitätswirtschaft in Nordhessen.
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Foto: P. Krichel