Klimasichere Energieversorgung

Der KLIMZUG-Begleitprozess rief für den 7. Dezember 2011 Vertreter der Energieprojekte aus den KLIMZUG-Verbünden nach Köln, um Gelegenheit zum verbundübergreifenden Austausch zu geben und um die vielfältigen Beiträge zu einer klimasicheren Energieversorgung zu diskutieren.

Der Gastgeber referierte zunächst darüber, auf welchen Prozessstufen und bei welchen Energieträgern und damit für das Angebot an Energie Chancen und Risiken durch den Klimawandel erwachsen. Der Beitrag aus RADOST zeigte Möglichkeiten der Nutzung von Geothermie unmittelbar an der Küste auf. In INKA BB wird erforscht, welche Vorteile "Alley Cropping" genannte Agroforstsysteme im Klimawandel haben. Zwei Projekte aus KLIMZUG-Nordhessen zeigen Potenziale von Kraftwärmekältekopplungsanlagen und von solaren Trocknungsanlagen in der Landwirtschaft unter einem sich verändernden Klima auf und verbinden damit die Angebots- und die Nachfrageseite der Energiewirtschaft. dynaklim führte in Anpassungsstrategien für Kühlwassernutzungen ein. nordwest2050 entwickelt auf der Grundlage einer Vulnerabilitätsanalyse Innovationspfade zur Erhöhung der Resilienz der Energieversorgung im Nordwesten. REGKLAM untersucht bei der Prognose des künftigen Heiz- und Kühlenergiebedarfs die Nachfrageseite. Dies ist für die Energieversorger von hohem Interesse.

Diese Ansätze wurden von den Wissenschaftlern untereinander und mit Vertretern zweier Energieversorgungsunternehmen diskutiert. Letztere berichteten zudem über die Integration von Klimafolgen in Strategien von Unternehmen des Energiesektors. Sie sehen sich auf die Klimaänderungen gut vorbereitet. Hilfreich sind für sie die stetigen Verfeinerungen und Verbesserungen der verfügbaren Klimamodelldaten.

Kontakt: biebeler@iwkoeln.de

Foto: S. Esch